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25.01.2026
Wahlkampf-Auftakt für Stadtrat: Freie Wähler wollen Menschen mitnehmen und entlasten – Landratskandidat für Sprechstunden
Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Stockschützenhaus Grub. Beim dortigen Wahlkampf-Auftakt der örtlichen Freien Wähler sprach sich Fraktionschef Stefan Rickinger für Entlastungen von Stadtwerke-Kunden beim Strompreis aus. Nachdem sich alle Kandidaten für den Stadtrat kurz vorgestellt hatten, ergriff Kreis-FW-Landratskandidat Martin Koppmann das Wort.
Viele orangene Fahnen auf den Tischen machten klar: An diesem Abend ist das Haus der Stockschützen Untergrasensee ganz in den Händen der Freien Wähler. Zwar konnte Fraktionsvorsitzender Stefan Rickinger vermelden, „dass die verschiedenen politischen Gruppen im Stadtrat ein konstruktives Miteinander pflegen“. Zu bemängeln hatte er: „Bei Sitzungen werden zu viele Themen unnötigerweise im nichtöffentlichen Teil behandelt.“ Ihm zufolge würde ein anderes Vorgehen mehr Bürgernähe schaffen.
Des Weiteren kritisierte der Fraktionsvorsitzende, „dass die Stadtwerke aufgrund ihres erzielten Überschusses Steuern in Höhe von über 700000 Euro an den Fiskus zahlen mussten“. Besser wäre es nach Überzeugung der Freien Wähler gewesen, mit diesem Geld die Bürger beim Strompreis zu entlasten. Des Weiteren bemängelte Rickinger: „Die Kosten beim Skaterpark an der Rennbahn sind vom ursprünglichen Voranschlag viel zu weit nach oben gegangen.“ Die Freien Wähler wollen jetzt wissen, wer dafür die Verantwortung übernimmt.
Stefan Rickingers Fazit in Hinblick auf die Kommunalwahl am 8. März: „Das Schiff der Stadt Pfarrkirchen ist in gutem Fahrwasser, noch besser wird es, wenn mehr Freie Wähler mit navigieren.“ Passend dazu sprach Ortsvorsitzender Fabian Ach von einer „starken Liste, die alle Berufsgruppen abbildet“. Schließlich seien die örtlichen Freien Wähler keine Partei, sondern ein bürgernaher Verein.
Über die Politik in der Kreisstadt hinaus begrüßte die FW-Kreisvorsitzende Claudia Geiselhöringer ihren Landratskandidaten, den Kreisrat und Simbacher Stadtrat Martin Koppmann. „Als Polizist ist er der Typ, den der Landkreis jetzt braucht“, so Geiselhöringer. In seiner Rede bemängelte Koppmann die ausufernden Kosten beim Neubau der Berufsschule in Pfarrkirchen. Zugleich kritisierte er, dass die CSU im Rechnungsprüfungsausschuss den Vorsitz stellt und sich damit quasi selbst kontrolliere.
Martin Koppmann versprach, als Landrat regelmäßig Sprechstunden anzubieten. „Ich will durch unbürokratische Bürgernähe den Glauben in die Politik zurückbringen“, so der Landratskandidat der Freien Wähler. Zugleich versprach er, „niemanden als Bittsteller zu behandeln“. Zum Abschluss warnte Koppmann: „Wer aus Protest wählt, ändert nichts.“ Er selbst hofft auf einen Show-down in der Stichwahl. „Ein Wechsel in Rottal-Inn ist notwendig, und dafür stehe ich“, schloss Koppmann. – H.S.
Bei der Kandidaten-Vorstellung der Freien Wähler für die Stadtratswahl in Pfarrkirchen im Stockschützenhaus in Untergrasensee mahnte Fraktionschef Stefan Rickinger (am Rednerpult) Entlastungen von Stadtwerke-Kunden beim Strompreis an.Herwig Slezak – Foto: Slezak
Der Landratskandidat der Kreis-FW, Martin Koppmann, sieht sich als Mann des Wechsels. Der Kreisrat, Simbacher Stadtrat und erfahrene Polizist versprach, durch Bürgernähe den Glauben in die Politik zurückzubringen. – Foto: Slezak