Bild: Mit seinem Vortrag über das Unterstützen Hilfsbedürftiger auf Einladung der Freien Wähler Pfarrkirchen stieß Referent Max Winkler (stehend), Vorsitzender des Vereins für Nachbarschaftshilfe Simbach (NaHi), bei den Zuhörern im Rottaler Augustiner auf großes Interesse. – Foto: Slezak

27.11.2025
Nachbarschaftshilfe per Anruf

Vereinschef Max Winkler informiert über seine gemeinnützige Arbeit

Rund 400 Einsätze zugunsten hilfsbedürftiger Menschen vermeldet der Vorsitzende des Vereins für Nachbarschaftshilfe Simbach, Max Winkler, alleine dieses Jahr. Auf Einladung der Freien Wähler der Rottaler Kreisstadt hat die treibende Kraft der Inntaler Hilfsorganisation beim Rottaler Augustiner seine gesammelten Erfahrungen weitergegeben.

Alles beginnt mit einem Anruf beim Verein, gefolgt von Hausbesuchen. Bei einer positiven Einschätzung wird das Hilfsanliegen schriftlich fixiert. Die Bandbreite der gegebenen Unterstützung reicht von Arbeiten in Haus oder Garten über das Begleiten bei Behördengängen bis zu Fahrten zum Einkaufen oder zu einem Besuch ins Krankenhaus. Geholfen wird hauptsächlich Seniorinnen und Senioren. „In den sonstigen kommerziellen Kreislauf wollen wir möglichst nicht eingreifen“, so Max Winkler zu den interessierten Zuhörern, die sich im Nebenzimmer an vier Tischen eingefunden hatten.

Seit acht Jahren gibt es die organisierte Nachbarschaftshilfe in Simbach. Ein großer Teil der Helfer ist selbst im Rentenalter. Aktuell stehen laut Winkler gut 40 Personen nach eigenem Ermessen im Einsatz. Als Bezahlung für die geleisteten Dienste bewährten sich Zeit-Gutscheine bzw. Kilometer-Gutscheine. Die fleißigen Helfer erhalten für ihr Engagement eine Aufwandsentschädigung im Rahmen der Ehrenamtspauschale. Zudem gibt es als Lohn „viele positive Rückmeldungen“, weiß Max Winkler. Stets zeigt sich der Vereinschef bemüht, seine Nachbarschaftshilfe „mit so wenig Bürokratie wie möglich zu leiten“.

Grundsätzlich arbeitet der Inntaler Verein mit seinen rund 150 Mitgliedern – darunter die Helfer – laut Winkler eigenständig, unterstützt durch die Stadt. Finanziell unter die Arme greift die örtliche Heinrich-Koch-Stiftung für bedürftige Menschen. Darüber hinaus fördert auch der Freistaat derartige Programme zur Nachbarschaftshilfe.

Bei der regen Diskussion stießen der Vortrag und das Anliegen auf positive Resonanz. Stv. Bürgermeister Hans Hirl informierte, dass es auch in Pfarrkirchen Überlegungen für ein derartiges Engagement gebe. „Nachbarschaftshilfe geht als Verein oder über die Stadt“, befand Max Winkler zum Abschluss. Als kleinen Dank überreichten FW-Fraktionschef Stefan Rickinger und stv. FW-Ortsvorsitzende Katharina Schiedermair-Bauer dem Referenten einen nachhaltigen Schuhlöffel. – Herwig Slezak

 

Bild: Mit seinem Vortrag über das Unterstützen Hilfsbedürftiger auf Einladung der Freien Wähler Pfarrkirchen stieß Referent Max Winkler (stehend), Vorsitzender des Vereins für Nachbarschaftshilfe Simbach (NaHi), bei den Zuhörern im Rottaler Augustiner auf großes Interesse. – Foto: Slezak